Wie ihr wisst, gibt es an eurer Schule zwei Schulhunde. Funny und Mäx, die Hunde von Frau Schabenberger und von mir.

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Die zwei sind zu Schulhunden ausgebildet worden und wurden darauf geprüft, ob sie mit Kindern umgehen können und ob sie für den Einsatz in der Schule geeignet sind. Kinder sind für sie daher eigentlich kein Problem. Ein ganzer Tag an der Schule mit Lärm und ohne Pause zum Gassi gehen ist aber schon sehr anstrengend für die Hunde, daher sind sie meist nur zu den Projekten in den 5. Klassen an der Schule. So können die Kinder in der 5 Jahrgangsstufe lernen, dass man keine Angst vor Hunden haben muss. Aber noch wichtiger ist, dass sie lernen, wie sie sich gegenüber Hunden richtig verhalten sollen.

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In jeweils zwei theoretischen Stunden im Klassenzimmer haben die Schüler erfahren, dass kein Hund von Natur aus gefährlich ist, sondern dass das Verhalten der Menschen oft zu Problemen führt, wenn sich Hunde wie Hunde benehmen und eben nicht wie Menschen. Auch ging es darum den Schülern zu zeigen, wie man sich bei der Begegnung mit einem fremden Hund richtig verhält, damit Unfälle und beißvorfälle vermieden werden. An einem Plüschhund und mit Hilfe von Bildern zeigten wir den Schülern, warum es oftmals Probleme zwischen Hunden und Kindern gibt, und wie man sich richtig verhalten soll. Danach fanden wieder jeweils zwei Praxisstunden statt, an denen auch Mäx und Funny dabei waren. Abwechselnd in zwei Gruppen übten die Kinder, stehen zu bleiben und sich wie ein „Baum“ nicht zu bewegen. Auch das ignorieren des Hundes mit der „ Kalten Schulter zeigen“ haben wir geübt.

 

In der nächsten Übung beim Weglaufen vor den Hunden, mussten die Schüler stehen bleiben und haben erkannt, dass der Hund dann einfach an ihnen vorbei läuft und kein Interesse mehr an ihnen hat. Das ist gut zu wissen, denn die meisten Kinder laufen meistens aus Angst schreiend davon und meinen, dass der Hund sie dann nicht erwischen kann. Hunde sind sehr schnell und können, wenn sie es wollen, dich ganz schnell einholen. Auch bei der „Igelübung“ am Boden zeigten die Hunde kein Interesse an den ruhigen „Igeln“. Wenn man leise ist und sich wie ein Igel auf den Boden kauert, verlieren die Hunde ihr Interesse an den Kindern. Wenn man Angst vor Hunden hat, macht man das nicht. Wenn man aber erfahren hat, dass mit diesem „Igelmachen“ nichts passiert und die Hunde einen dann in Ruhe lassen, wird man das bei der nächsten Hundebegegnung auch machen. Beim „Fußballspielen“ mit den Hunden konnten die Kinder sehen, dass die Hunde nur den Ball wollten und wenn man sich ruhig als „Baum“ verhält, sich den Ball holen und mit diesem spielen wollen. Schlägt man mit Armen und Beinen nach dem Ball oder läuft hinterher oder vor dem Hund davon, dann kann es zu Problemen kommen, da Hunde nun mal den Ball wollen und den Ball und/ oder das Kind als Beute betrachten. Ruhig stehen und nicht schreien ist hier die beste Methode, Unfälle zu vermeiden.

 

Alle Schüler haben ganz toll mitgemacht und hoffentlich etwas dazu gelernt.

 

Angelika Meyer-Kanthak

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